büro

f+k architekten

agricolastrasse 6

09112 chemnitz

kontakt

mobil

0160.96260403

 

mail

frank_kotzerke@yahoo.de

 

Kontaktformular

partner

projekt           haus erzgebirge

links

Frank Kotzerke in Chemnitz, DE auf Houzz

Wettbewerb Querdenken und mitgestalten

Offener Wettbewerb zur kreativen Gestaltung und Nutzung von Freiflächen

(Auslober Stadt Chemnitz)

Siegerentwurf für die Straße der Nationen, Chemnitz

"GartenQuadrat"  2011

                                        2

G A R T E N

Die Idee einer kostenüberschaubaren, kommunikativen und optisch wirksamen Bespielung der ausgewiesenen Freifläche an der Straße der Nationen folgt weniger einer stadtgestalterischen Nutzung im klassischen Sinne denn einer Wandlung zur Nachnutzung von im Zuge jüngster Auswirkungen demografischer Stadtschrumpfung sichtbarer „Stadtlöcher“.

Der Idee liegt der Gedanke generationenübergreifender Nutzung nebeneinander und miteinander zugrunde, ein gegenseitiges Ab- und Zuschauen, ein von einander Lernen. Dabei spielt der ökologische, stadtklimatische Aspekt eine vordergründige Rolle.

 

Aktion: Die nahezu planebene Fläche wird in Vorbereitung gereinigt, abgezogen und eingesäumt. Diese Ebene wird flächendeckend in Planquadrate von jeweils 1 Quadratmeter eingeteilt und mit farbigen Holzpflöcken von 1/2 Meter Höhe markiert. Jetzt darf die Fläche von jedermann in Besitz genommen werden und zwar durch markieren eines Quadrates mit einer farbigen Fahne von 1/2 Meter Stablänge und 1 Quadratdezimeter Stofffläche. Dabei kann Jeder jeweils nur 1 Feld in Anspruch nehmen. Dieser Quadratmeter kann gestalterisch - vornehmlich gartengestalterisch frei bespielt werden. Dabei bedingt die geringe Fläche für viele Nutzungen, beispielsweise auch als Grill- oder Badmintonplatz eine Partnerschaft mit dem Nachbarn. Ebenso ergeben sich die notwendigen Wegebeziehungen aus der Nutzung, dem Fortschreiten der Inanspruchnahme und der Gruppenbeziehungen.

 

Ziel der aktionistischen und temporären Bespielung ist die Förderung sozialer Bindung, des Austausches der Kommunikation. Generationenübergreifend durch den verschiedenartigen, möglichst vielfältigen und kreativen Gebrauch. Das Ergebnis soll bunt sein, kann blühen, kann sowohl Stadtraumkunst enthalten wie auch pragmatische Möblierung. Die Gedanken sind dahingehend frei zu entfalten. Dabei wird die Hemmschwelle zur ersten Kommunikation in der vorbereiteten Konstellation durch den Trieb der Aneignung, der Inbesitznahme schneller als gewöhnlich überwunden.

 

Trotz der Überbrückung einer stadträumlichen Lücke liegt der Anlage eine Provokation inne. Die gewohnte Empfindung organischer, gewachsener Natur - lässt diese doch rechte Winkel und Geraden fast ausschließlich vermissen, wird durch die grundlegend symmetrisch angelegte Fläche herausgefordert. Genau dadurch will dieser Platz Aufmerksamkeit erhaschen, zum Nachdenken anregen, will die Erinnerung an etwas Besonderes wach halten und den Ort für immer, wenigstens für lange Zeit verändern, wenn auch die örtliche Veränderung nur temporär ist.

 

Gleichzeitig schließt diese vorübergehende Nutzung letztendlich mit einem Loslassen ab und führt die Fläche zum Ausgangspunkt zurück, was die Frage stehen lässt: „Ist solch eine Art der Bespielung in der Lage, vorhandene Lücken im baulichen Gefüge der Stadt zu schließen und zu heilen?“ Das ist sie wohl nicht. Diese Aktion soll nach allem ein intensives Bewusstsein aller daran beteiligter Menschen für den städtischen Raum auslösen und dieses Bewusstsein bestenfalls bewahren.

 

Wettbewerb Leipziger Straße, Chemnitz

Alternative Entwicklung zum Abriss

Gemeinschaftsarbeit mit Architekturbüro Rehn, Chemnitz und dem STADTFORUM Chemnitz

2008

Druckversion Druckversion | Sitemap
© f+k architekten